🏊🚴🏃 Neuseenman Triathlon am Gremminer See

Der Auftakt für unsere Triathleten fand – wie bereits in den vergangenen Jahren – auf der Halbinsel Ferropolis am Gremminer See statt. Da die Veranstaltung direkt vor unserer Haustür liegt, profitieren wir von sehr kurzen Anfahrtswegen. Sportlich gesehen war das Wochenende für unser Team erneut ein großer Erfolg. Weniger erfreulich sind allerdings die seit Jahren steigenden Startgebühren sowie die zunehmend schwierigen Bedingungen auf und neben der Strecke. Dazu später mehr im Fazit.

🏊 Sprintdistanz (750 m Schwimmen – 20 km Rad – 5 km Lauf)

Den Anfang machten die Athletinnen und Athleten der Sprintdistanz. Nach mehreren Ausfällen ging Katja an den Start und belegte mit einer starken Zeit von 1:22:57 Stunden einen hervorragenden 4. Platz in der W40.
Auch Annett Näser konnte endlich wieder einen Wettkampf absolvieren. Mit einer Zeit von 1:34:48 Stunden erreichte sie einen guten 5. Platz in der W50.

🏊🚴🏃 Olympische Distanz (1,5 km Schwimmen – 40 km Rad – 10 km Lauf)

Am Nachmittag folgte die olympische Distanz. Charlotte Nicolae, bekannt als starke Schwimmerin, kam als Vierte aus dem Wasser. Bereits in der Wechselzone arbeitete sie sich auf Rang drei vor und verteidigte diese Position bis zum Lauf. Auf der zweiten Laufrunde, die aufgrund ihres Profils und der engen Wege sehr anspruchsvoll war, bekam sie leichte Probleme. Dennoch erreichte sie einen hervorragenden 4. Platz in der Gesamtwertung. Die Juniorinnenwertung gewann sie souverän in 2:16:10 Stunden. 🥇
Holm Friedrich, sonst überwiegend auf den Xterra-Strecken unterwegs, wagte sich erneut auf die flachen Distanzen. Mit einer Zeit von 2:27:51 Stunden belegte er einen tollen 5. Platz in der M55. 👏

Susanne hatte sich langfristig auf die olympische Distanz vorbereitet. Mit einer sehr soliden Leistung und großem Kämpferherz gewann sie die Altersklasse W65 in 3:11:13 Stunden. 🥇💪

🔥 Mitteldistanz (1,9 km Schwimmen – 90 km Rad – 21 km Lauf)

Am Sonntag fiel um 9:30 Uhr der Startschuss für die Mitteldistanz. Per, der viele Jahre als Profi unterwegs war, durfte im Elitefeld starten. Nach einem starken Schwimmen hielt er sich stets in der Verfolgergruppe hinter den Führenden auf. In einem ehrlichen Rennen an der Spitze, bei dem die Windschattenregeln weitgehend eingehalten wurden, kämpfte er sich auf einen hervorragenden 6. Gesamtplatz. Seine Endzeit: starke 3:56:57 Stunden. Damit ließ er zahlreiche deutlich jüngere Athleten hinter sich. 💪🔥

Sebastian König musste seinem geringen Schwimmtraining Tribut zollen und verlor bereits in der ersten Disziplin wertvolle Zeit. Anschließend arbeitete er sich auf dem Rad mit großem Einsatz nach vorne. Dabei wurde jedoch deutlich, dass die rund 1.200 Starter auf der Strecke kaum ausreichend Platz hatten. Immer wieder traf er auf große Gruppen von 30 bis 50 Athleten, die nicht nur gegen die Regeln verstießen, sondern auch das Überholen erschwerten. Trotz dieser schwierigen Bedingungen kämpfte er sich durch den Wettkampf und konnte besonders auf dem Halbmarathon überzeugen. Mit einer starken Zeit von 4:07:45 Stunden durfte er am Ende zufrieden sein. 👏

🏆 Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt

Per und Sebastian sicherten sich zusätzlich die Titel in ihren Altersklassen bei der Landesmeisterschaft Sachsen-Anhalt (AK 35 und AK 40). Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten – eine starke Mannschaftsleistung! 🎉🥇

📋 Fazit

Ferropolis ist ohne Frage ein beeindruckender Veranstaltungsort. Die große Wechselzone und das großzügige Umfeld bieten eigentlich hervorragende Voraussetzungen für einen Triathlon dieser Größenordnung. Viele Zuschauerinnen und Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre.
Dennoch zeigt sich zunehmend, dass sowohl die Rad- als auch die Laufstrecke die enorme Teilnehmerzahl kaum noch bewältigen können. Bereits in der Wechselzone kam es zu Staus, Stürzen und Gruppenbildungen, da die Ein- und Ausfahrt zu schmal ist. Auf der Radstrecke entstanden große Pulks, wodurch die Einhaltung der Triathlonregeln vielerorts nicht mehr möglich war.
Nach unserer Beobachtung waren nur wenige Kampfrichter unterwegs, die gegen die zahlreichen Regelverstöße kaum etwas ausrichten konnten. Das führte dazu, dass das Radfahren über weite Strecken nicht mehr fair verlief.
Mit rund 2.800 Teilnehmern stößt die Veranstaltung bereits an ihre Grenzen. Sollte die Teilnehmerzahl tatsächlich weiter in Richtung 5.000 steigen, muss sich jeder Athlet überlegen, ob die Veranstaltung noch den sportlichen Ansprüchen eines fairen Triathlons gerecht wird.

Auch die Infrastruktur war stark ausgelastet: überfüllte Parkplätze, volle Campingplätze, lange Schlangen an den Duschen sowie teilweise sehr enge Laufwege mit starkem Gegenverkehr. Positiv hervorzuheben ist dagegen die Expo mit zahlreichen Triathlon-Ausstellern, die für viele Athleten ein zusätzlicher Höhepunkt war. 🏕️🚴
Sportlich sind wir mit dem Wochenende sehr zufrieden. Unsere Athletinnen und Athleten haben hervorragende Leistungen gezeigt und starke Platzierungen erreicht. Dafür allen Beteiligten herzlichen Glückwunsch! 👏🏆🎉

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